Exten­si­ons – was ist für wen geeig­net? Der gro­sse Haar­ver­län­ge­rungs­test!

Ihr Lieben, wie Ihr wisst, sind wir für Euch immer auf der Suche nach dem Neuesten und Besten – und als Haarverlängerungsspezialisten haben wir uns nun umgesehen, welche Systeme für wen die Besten sind. Hier die Systeme im Überblick:

Einzelbondings – hier werden einzelne Strähnen (streichholz- bis makkaroni-dick) mit dem Haar verschweisst oder mit Metallhülsen befestigt.

Tressen – hier werden Tressen in verschiedenen breiten am Eigenhaar befestigt (geflochten, genäht, gehäkelt, geklebt)

Klebepatches – hier werden 3-8 cm breite Silikonstreifen an welchen die Extensions hängen doppelseitig im Haar befestigt.

Haarteile – diese werden temporär mit Clipsen oder Gummis im Haar befestigt

Vorstellung der einzelnen Systeme:

Einzelbondings:

Befestigungstechnik – hier werden einzelne Strähnen mittels Klebstoff, Kunststoffhülsen, Metallhülsen oder Keratinbondings am Eigenhaar befestigt. Die Keratinbondings werden mittels Ultraschall oder Wärme (Temperatur niedriger als bei einem Glätteisen) mit dem Eigenhaar verbunden.

Vorteile – mit dieser Technik können grosse Längenunterschiede (kurzes Eigenhaar, extrem lange Extensions) ausgeglichen werden

Nachteile – die Haltbarkeit liegt nur bei 3-4 Monaten, die Haare können leicht verfilzen, je nach System können die eigenen Haare abbrechen (ausser bei Keratinbondings – diese sind schonend für das Haar), bei falscher Wahl der Extensions (zu dicke Strähnen) fallen die Extensions wie „Makkaroni“ im Haar und sind auch für Laien leicht zu erkennen. Hier muss ein echter Profi ran, damit die Extensions unsichtbar mit dem Haar „verschmelzen“ und das Eigenhaar nicht schädigen. Das System ist kostenintensiv für jemanden, der über Jahre hinweg Extensions tragen möchte. Für 3 Monate bis zu 1,5 Jahren ist das System OK.

Kosten – auf Dauer teuer

Tressen:

Befestigungstechnik – bekannt sind Tressensysteme durch Afro-Extensions (hier werden die Eigenhaare zu einem ganz feinen, kreisförmigen Zopf direkt auf der Kopfhaut geflochten, die Tressen danach an diesem Zopf angenäht). Diese Technik ist für Afro Haar gut geeignet, für Europäische Kundinnen jedoch nicht, da der Zug auf den Eigenhaaren als unangenehm empfunden wird.

ABER: Es gibt ein System (Micro-Bellargo) welches optimal für Europäische Kundinnen geeignet ist: Hier werden die Tressen mittels einer Häkeltechnik mit dem Eigenhaar verbunden. Diese Technik ist laut Stiftung Öko-Test die mit Abstand schonendste überhaupt.

Vorteile – extrem schonend für das Haar, sehr lange Haltbarkeit der Extensions von 2-3 Jahre bei guter Pflege, extrem unsichtbar, kein Zug auf dem Eigenhaar, JEDE Frisur möglich. Eine der besten Haarqualitäten auf dem Markt, wiederverwendbar.

Nachteile – nicht geeignet für Extreme Längenunterschiede zB von 10 cm auf 60 cm Länge.

Kosten – gemessen an der Tragezeit und der Haarqualität das System, welches wir am liebsten empfehlen

Klebepatches:

Befestigungstechnik – die Extensions sind auf einem idR 4cm langen um 1cm breiten, hauchdünnen Silikonstreifen angebracht. An diesem Silikonstreifen ist eine Art „doppelseitiges Klebeband“ angebracht. Dieser Silikonstreifen wird nun an einer sehr feinen Eigenhaarsträhne befestigt – und darauf wird ein zweiter Silikonstreifen geklebt. Man nennt diese Technik auf Sandwich-Technik (Silikon-Eigenhaar-Silikon).

Vorteile – die dünnste Art der Befestigungstechnik, Ideal für Teilverlängerungen oder Verdichtungen an den Schläfen oder überall dort, wo die Eigenhaare zu fein für die gewünschte Frisur sind.

Nachteile – die Haltbarkeit liegt idR bei nur 4 Wochen, danach müssen die Patches aus dem Haar entfernt werden und wieder neu angebracht werden. Dies kann man ca. 6 mal mit den gleichen Patches machen, danach müssen neue gekauft werden. Die Patches können sich (insbesondere bei leicht öliger Kopfhaut) lösen und herunter rutschen. Manche Zöpfe oder Hochsteckfrisuren sind nicht möglich.

Kosten – eines der günstigeren Systeme, ideal für Einsteiger oder jemanden, der nur eine Teilverlängerung möchte oder nur für ein paar Wochen eine Haarverlängerung wünscht.

Haarteile:

Befestigungstechnik – hier werden (wie bei dem Tressensystem) Tressen in verschiedenen Breiten mittels Clipsen, Haarklammern oder Gummibändern TEMPORÄR für einen Tag am Eigenhaar befestigt.

Vorteile – sehr kostengünstig, schnell, einfach, mal für einen Abend geeignet

Nachteile – je nach Clipsen können die Eigenhaare leicht abbrechen. Die Haarteile können sich sehr leicht lösen. Die Haarqualität ist bei Haarteilen nie für den Dauereinsatz und häufiges Waschen geeignet. Nach 10-20 Haarwäschen können die Haarteile nicht mehr verwendet werden. IdR wäscht man diese auch nur 1-2 mal im Jahr, da sie nicht für den täglichen Einsatz gedacht sind.

Kosten – günstig.

Zum Abschluss noch ein Wort zu der Haarqualität:

Jedes der oben genannten Systeme erhält man mit Asiatischem und Europidem Haar und dieses jeweils mit intakter, sortierter Schuppenschicht oder mit offener, unsortierter Schuppenschicht. NUR Europides Haar mit sortierter, intakter Schuppenschicht eignet sich für QUALITÄTS-Extensions, welche auch nach ein paar Haarwäschen noch seidig glänzend, gesund und frisierwillig sind. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen und macht den Unterschied zwischen Extensions von 300 zu 3000 Euro. Jeder, der bei Extensions sparen will, sollte sich keine machen lassen – denn hier rächen sich billige Extensions immer mit kaputtem Eigenhaar, Verfilzungen und jeder Laie sieht, dass die Blondine vor ihm Extensions trägt. Wollt Ihr das? NEIN!!! Ihr wollt gesunde, glänzende, seidige, frisierwillige, voluminöse, schöne lange Haare, um die Euch jeder beneidet und keiner sieht, dass es sich um Extensions handelt.

Und zu guter letzt: Neben der Haarqualität ist die Auswahl der Farbe, Haarstruktur, Länge, Menge, Dichte, Strähnung bzw. Farbeffekten das WICHTIGSTE, um eine unsichtbare „Verschmelzung“ der Extensions zum Eigenhaar zu gewährleisten.

Hier kommt der Profi ins Spiel: Nur er kann erkennen, was für Euch das Richtige ist – deshalb lasst Euch bitte immer von einem Extensions-Profi beraten, der Salon „um die Ecke“ bietet vielleicht günstige Extensions an, das heisst aber nicht, dass er wirklich weiss, was er tut.

Also in diesem Sinne, bleibt fit und schön, Euer Joel.

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